Unsere Geschichte

Im Jahre 1887/88 erhielt unser Geschäftshaus in der Hauptstraße 43 seine Fassade im klassizistischen Baustil, die noch heute das Antlitz unseres Fotofachgeschäfts darstellt. Konzipiert und erbaut wurde dieses schöne Stück von Baumeister Schitterer, der Architekt war Gustav Steinwarz, genannt "Staches".

Die Hauptstrasse um 1930
Die Hauptstrasse um 1930

Die Anfänge

Am 1. April 1974 öffneten sich zum ersten Mal die Pforten des Fotoateliers von Andreas Hund in Offenburg. Andreas hatte gerade seine Ausbildung zum Fotografen erfolgreich abgeschlossen und war bereit seine Liebe zur Fotografie anderen Menschen zugänglich zu machen. Zu Beginn war unser Atelier in zwei ehemaligen Lagerräumen angesiedelt, die nur über eine sehr rudimentäre Treppe zu erreichen waren. Doch schnell zeichnete sich ab, dass ein reines Atelier nicht ausreichte um den Anliegen anderer, für Fotografie begeisterter Menschen angemessen nachkommen zu können.

Was anfangs als Studio für Portrait-Fotografie geplant war entwickelte sich aufgrund zahlreicher Wünsche und stetigem Zuspuch unserer Kunden kontinuierlich zu einem vollqualifizierten Fotofachgeschäft weiter. Eine stetig wachsende Anzahl unserer Kunden war daran interessiert eigene Bilder und Fotografien zu erstellen. Es entstand eine zunehmende Nachfrage nach Filmen wie auch der Entwicklung dieser Filme. Dies führte schließlich dazu, dass wir unser Fotolabor öffneten – damals noch in der elterlichen Vorratskammer.

Das große Engagement von Andreas Hund, sein stetiger Antrieb und nicht zuletzt die Unterstützung unserer Kundenschaft ließen unser Fotofachgeschäft stetig anwachsen: Das Sortiment wurde umfangreicher wodurch sich vielfältige Wünsche zeitnah bedienen ließen. Ob Kamera, Objektiv, Stativ oder die Filme, wir gaben stets unser Bestes um die Wünsche rasch und zur Zufriedenheit eines jeden Kunden zu erfüllen.

Und so kam es, dass die Kapazitäten unsere ersten Ladengeschäfts schnell erschöpft waren und ein neues Plätzchen für unser wachsendes Geschäft gefunden werden musste. 1979 zogen wir schließlich in die Weingartenstraße 26, wo die Gegebenheiten besser waren, um die stark gestiegenen Anforderungen an Verkaufs- und Lagerfläche zu erfüllen. Eine Zeit lang war unsere Geschäftstelle in der Weingartenstraße sogar größer als unser Atelier, mit dem es urprünglich begonnen hatte.

Die Hauptstrasse

1981 bezogen wir schließlich die Räumlichkeiten im Vorderhaus der Hauptsraße 43, die noch heute das Zuhause des Fachgeschäfts Foto-Hund darstellen. Hier war es uns möglich ein Fotogeschäft aufzubauen, welches den Bedürfnissen dieser Zeit im Hinblick auf eine ansprechende Präsentation gerecht werden konnte und sogleich ausreichned Platz bot, um unseren Ansprüchen an das umfangreiche Sortiment gerecht zu werden.

Unsere ehemaligen Geschäftsräume im Hinterhof wurden zu einem vollwertigen Portraitstudio ausgebaut, was es uns möglich machte unsere angewachsene Palette an Service und Dienstleistungen – stets unter Einhaltung unseres eigenen Qualitätsanspruchs sowie den sich kontinuierlich weiterentwickelnden technischen Möglichkeiten – auszubauen.

Ein Jahr später, im Jahr 1982, entschlossen wir uns der europafoto-Gruppe als vollwertiges Mitglied beizutreten und so geschlossen, mit anderen Gleichgesinnten für unsere Passion – der Fotografie – auftreten zu können. 1983 nahmen wir dann ein vollwertiges Fotolabor, bestehend aus einem kombinierten Schwarz-Weiß- und Farb-Labor in der Küfergasse in Offenburg in Betrieb. Kurze Zeit später folgte unsere Filiale Klick-Klack am damals neugestalteten Rossplatz in Lahr im Schwarzwald.

Diese aufregende, von Wachstum und Entwicklung gezichnete Zeit der ersten Dekade unserer Firmengeschichte sollte sich auch in Zukunft fortsetzen. 1988 freuten wir uns sehr darüber unser Gesschäft in der Hauptstraße weiter ausbauen zu können. Die neu gewonnene Fläche nutzten wir um mehr Bilderrahmen und Fotoalben präsentieren zu können. Denn was wäre ein noch so schönes Bild wert, wenn man es nicht angemessen abbilden würde?! Mit Beginn des neuen Jahrzehnts fand auch in unserem Fotolabor ein großer Sprung statt, durch welchen wir in die Lage versetzt wurden Fotos innerhalb von nur einer Stunde entwickeln zu können. Was heute schon längst überholt ist, war damals High-Tech! Durch dieses MiniLab konnten wir schon damals einen Service anbieten, der sich am Puls der Zeit orientierte.

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Ladengeschäft in der Küfergasse um 1978
Ladengeschäft in der Küfergasse um 1978
Ladengeschäft in den heutigen Räumen in der Hauptstrasse um 1996
Ladengeschäft in den heutigen Räumen in der Hauptstrasse um 1996
Ladengeschäft in der Weingartenstrasse um 1979
Ladengeschäft in der Weingartenstrasse um 1979

Das Logo der ersten Jahre
Das Logo der ersten Jahre

Der digitale Wandel

1996 war es dann soweit: es begann bei uns die Zeit, die auch heute noch charaktergebend für die Welt ist, in der wir Leben. Was man heute Digitalisierung nennt, fing mit einem wahren Gamechanger in der Welt der Bilder an. Der Picture-Maker von Kodak revolutionierte den Bildverarbeitungsprozess! Erstmals in der über hundertjährigen Fotografie-Geschichte war es möglich Abzüge von Bilder ganz ohne den Einsatz von Chemikalien innerhalb weniger Minuten anzufertigen. Im selben Jahr begann Stephan Hund seine Ausbildung zum Fotokaufmann und fachkundigen Berater für Alles rund um die große Welt der Fotografie, direkt im elterlichen Betrieb.

Zehn Jahre später, im Jahr 2006, wurde der Kodak Picture-Maker weiterhin verbessert. Die Bildverarbeitungsanlage APEX von Kodak löste den Picture-Maker ab und ermöglichte eine noch nie dagewesene Qualität bei der Entwicklung von Filmen und der Anfertigung von Fotografien.

Dieser digitale Wandel hat natürlich nicht aufgehört! Vielmehr werden wir immer wieder aufs Neue von wegweisenden technischen Wundern überrascht und so entflammt die Liebe zu Allem Rund ums Foto fast täglich aufs Neue, ohne jedoch zu vergessen, wie es früher war und was sich nie ändern wird: nämlich, dass ein gutes Foto nicht durch die neuste Technik entsteht, sondern durch geübte Hände und ein Auge, das durch jahrelange Übung in die Lage versetzt wurde zu sehen, was man nicht mit Worten beschreiben, sondern nur mit dem Herzen fühlen kann.

Die Gegenwart

Nach mehr als 40 Jahren voller Engagements, die gekennzeichnet waren von Wachstum und Entwicklung der Fotografen und des Fotofachgeschäfts Hund übergab Andreas seinem Sohn Stephan die Geschäftsführung. Stephan, der sich seinerseits fast 20 Jahre Erfahrung aneingenen konnte und hierdruch sein Wissen wie auch seine fotografische Finesse feinschleifen konnte, blickte zahlreichen neuen Herausforderungen entgegen. Die in den 90er Jahren begonnene Digitalisierung zog sich fort. Handys waren zu Smartphones geworden, die neben einem MP3-Player auch Kameras umfassten. Konnte es sein, dass die klassische Fotografie nun bedroht war? Niemals!

Kein Smartphone wird in naher Zukunft die optischen Charakteristika eines Objektivs haben können, wie es nötig ist, um echte Tiefe zu erzeugen, dabei scharfe Bilder zu machen, deren Farben so lebhaft sind, als ob das Foto selbst lebendig ist. Natürlich wird sich die digitale Fotografie weiterentwickeln. Selbstverständlich wir es neue Technologien geben, die Fotografie noch zugänglicher uind noch einfacher machen werden. Eine Entwicklung, die einen geschulten, erfahrenen, geübten, oder sogar begabten Fotografen oder eine Fotografin ersetzt, ist uns nicht bekannnt.

Und so sind wir sehr froh Sie auch weiterhin bei Ihrem persönlichen Weg durch die Welt der Fotografie beraten und unterstützen zu können. Auch heute finden Sie in unserem gemütlichen Fotofachgeschäft alles um eigene Fotos zu machen, alles um gemachte Fotos angemessen zu präsentieren und, was wahrscheinlich am wichtigsten ist, alles Wissenswerte um das was man mit Fotos und Bildern vorhat auch gut umsetzen zu können.

Denn es wird in absehbarer Zeit keine künstliche Intelligenz geben, die in der Lage ist, auch künstlerische Intelligenz zu haben. Naja, jedenfalls nicht solange man eine Seele nicht programmieren kann. So gesehen, ist die künstliche Intelligenz dann doch ganz schön dumm, oder?